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Des Teufels General

Der Volksbildungsring Bad Arolsen e.V. präsentiert am Sonntag, 28. Januar 2018 um 19.30 Uhr im Festspielhaus Fürstliche Reitbahn das Schauspiel „Des Teufels General“ mit Gerd Silberbauer in der Titelrolle.

Das sofort nach seiner Uraufführung als Sensation empfundene Schauspiel gilt als zeitlose Auseinandersetzung um die Frage, ob Wegschauen oder an­scheinend harmloses Mitläufertum in einem gefähr­lichen politischen System schuldig macht.

Das Stück spielt ab Herbst 1941 in Berlin. Der lebensfrohe und beliebte Fliegergeneral Harras gibt für einige Offiziere eine zünftige, ohne sein Wissen bespitzelte Party. In seiner draufgängerischen Art scheut er dabei nicht davor zurück, das Nazi-Regime zu kritisieren, dem er allerdings als leidenschaftlicher Flieger dient. Dem NS-Kulturleiter Schmidt-Lausitz, der ihn für die Partei gewinnen will, gibt er eine Abfuhr.

Die Gestapo verdächtigt ihn, in eine Sabotageaffäre verwickelt und für mysteriöse Abstürze von Kampfflug­zeugen verantwortlich zu sein. Obwohl er sich für unangreifbar hält, wird er unvermutet verhaftet, wobei er 14 Tage lang die Methoden der Gestapo kennenlernt. Zurück im Dienst, wird ihm ein Ultimatum gestellt: Innerhalb von 10 Tagen muss er herausfinden, wer der Urheber der Sabotageakte ist. Als die Zeitungen die Nachricht vom durch Sabotage verursachten Absturz des bekannten Oberst Eilers über­bringen, ist Harras sehr bestürzt. Eilers Tod zwingt ihn, seine Verantwortung und Mitschuld anzuerkennen, und er hofft, gemeinsam mit Oderbruch, dem Chefingenieur im Materialamt, die Affäre aufklären zu können.

Doch auch nach 10 Tagen ist man nicht weitergekommen. In letzter Minute erkennt Harras, dass sich der Saboteur in seinem engsten Umkreis befinden muss. Darauf gibt sich Oderbruch als Widerstandskämpfer und Saboteur zu er­kennen. Den Tod von Kameraden wie Eilers hat er in Kauf genommen, um das NS-Regime zu schädigen. Harras, der seinen Ingenieur versteht und nicht verraten will, sieht sich nun in einer ausweglosen Lage und fühlt sich schuldig. Als einzigen Ausweg sieht er den Selbstmord.

Er über­nimmt die Verantwortung für die Sabotage und steigt mit den berühmten Worten „ Wer auf Erden des Teufels General wurde und ihm die Bahn gebombt hat, der muss ihm auch Quartier in der Hölle machen“ bewusst in eine defekte Maschine und stürzt ab. Das Stück endet mit Schmidt-Lausitz` zynischer Mitteilung an das NS Hauptquartier: „Reibungslos abgewickelt. General Harras soeben in Erfüllung seiner Pflicht tödlich verunglückt. Beim Ausprobieren einer Kampfmaschine. Staatsbegräbnis.“

Gerd Silberbauer in der Rolle des Harras ist ein absoluter Glücksfall. Er fasziniert mit intensivem, facettenreichem Spiel und charismatischer Ausstrahlung, ob als schwadro­nierender Haudegen, vom Gewissen geplagter Zweifler oder als tragischer Liebhaber. Aber auch das übrige En­semble ist hervorragend besetzt und verspricht einen beeindruckenden Theaterabend. Zu der Aufführung wird eine interpretierende Einführung angeboten. Siehe Terminplan.

Eintrittskarten zum Preis von 24,00/ 30,00/ und 34,00 € sind im Touristik-Service, Große Allee 24, Tel. 05691/ 801-240 erhältich.

Weitere Informationen:

Touristik-Service
Große Allee 24, 34454 Bad Arolsen
Tel.: 0 56 91 – 801-240
Fax: 0 56 91 – 801-238
touristik-service@bad-arolsen.de
www.bad-arolsen.de

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